Am 14. Oktober 1967 verlor der 1. FC Köln in einem umkämpften Auswärtsspiel mit 1:2 gegen Borussia Neunkirchen. Nur einen Tag später wurde Manuela Welpmann in Wuppertal geboren. Dies hat auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun, doch hierzu später mehr.
Wird man in Wuppertal geboren, bekommt man ein hohes Maß an Leidensfähigkeit in die Wiege gelegt. Schon früh muss man sich gegen die Gleichaltrigen aus Remscheid, Lüttringhausen oder Solingen wehren, die wahlweise Witze über die Schwebebahn, über Tuffi, über die Herrenboutique oder – ganz schlimm – Horst Tappert machen. Doch Manuelas erfrischend positiver Lebenseinstellung konnte dies nichts anhaben, so dass sie – nach einer Ausbildung zur Steuerfachgehilfin – selbst den Anblick der dunkelgrauen Suizid-Bauten der Bergischen Universität in Wuppertal seelisch unbeschadet überstand. Dort absolvierte sie den integrierten Studiengang Wirtschaftswissenschaften und schloss selbigen 1995 als Diplom-Ökonomin ab.
Nur kurze Zeit später wurde Manuela von einem Unternehmen heiß umworben, bei dem eine positive Lebenseinstellung quasi Berufsvoraussetzung ist: dem 1. FC Köln. Zu einer Zeit, als Trendfrisurträger wie Toni Polster und Sunday Oliseh 120%ige Torchancen im Dutzend versemmelten, übernahm Manuela die Finanzleitung des jecken Vereins. Und siehe da, Köln schloss die folgende Saison als Tabellen-Zehnter ab – ein Ergebnis, das einzig und allein Manuelas Leistung zu verdanken ist und von dem der 1.FC heute nicht einmal mehr zu träumen wagt.
In den folgenden Jahren arbeitete Manuela in der Finanzleitung namhafter Unternehmen, bis sie sich im Jahre 2001 als selbständige Finanzdienstleisterin der com.plan GmbH anschloss.
Manuela Welpmann ist verheiratet und hat eine Tochter.