Helmut Dietl hat es einst in „Rossini“ auf den Punkt gebracht: „Film ist Krieg. Jeder Film ist ein neues Millionen-Stahlgewitter“. Wer also bereit ist, in diese immer neuen Kriege zu ziehen, sollte einen Mann an seiner Seite haben, der bestens ausgebildet, bis an die Zähne mit Fachwissen bewaffnet, souverän, entschlossen und schicksalsverachtend ist. Am besten auch noch geboren am 4. Juli. Als Sohn eines Oberst. Wenn’s sein muss, in Nürnberg.
Oliver Nommsen ist dieser Mann. Wurde sein untrüglicher Killerinstinkt während Gymnasium und Zivildienst noch unterdrückt, so konnte ihn im Herbst 1994 niemand mehr davon abhalten, in die Hauptstadt der Filmkriege zu ziehen - nach München, genauer gesagt in deren legendenumrankte Zentrale, die Bavaria Film. Als Nommsen dort zunächst als Praktikant und später Set-Aufnahmeleiter („Marienhof“) anheuerte, konnte er noch nicht ahnen, dass er die kommenden 14 Jahre zielstrebig und äußerst erfolgreich die Karriereleitern des bayerischen Traditionshauses erklimmen würde.
Bis zum Ende der glorreichen 90er Jahre erarbeitete er sich als 1. Aufnahmeleiter bei u.a. „Mobbing Girls“, „Models“, „Schule“ oder „Mädchen, Mädchen“ einen hervorragenden Ruf, der ihn ermutigte, bald die nächste Stufe zum Produktionsleiter zu nehmen. Von da an liest sich Nommsens Filmographie wie das Lexikon des deutschen Erfolgsfilms: „Bibi Blocksberg (1 u. 2.)“, „Bergkristall“ und „Die weiße Massai“ sind nur ein paar der Kinoproduktionen, für die Nommsen erfolgreich verantwortlich zeichnete.
Und wie um zu beweisen, dass man auch mit 30 schon 40 Jahre Berufserfahrung haben und zu recht als „alter Haudegen“ bezeichnet werden kann, schwang er sich noch einmal auf zu neuen Höhen – nun, ab 2005, als Herstellungsleiter. „TKKG“, „Im Winter ein Jahr“ und die äußerst erfolgreiche „Die wilden Hühner“-Kino-Trilogie sollten folgen und führten dazu, dass im Jahre 2008 die Rat Pack Filmproduktion sämtliche Headhunter Zentralbayerns anheuerte, um Nommsen abzuwerben – zum Glück mit Erfolg: Seit Anfang 2009 zieht Nommsen nun als Herstellungsleiter vom Beethovenplatz aus in die täglichen Schlachten um Budgets, Finanzierungen, Verträge und Verhandlungen.